Hilfe bei sexueller Gewalt

Beratungstelefon: 0981 / 988 48 Telefon: 0981 / 988 48 Mo + Do 8:00 - 10:00 Uhr, Mi 17:00 - 18:00 Uhr Kontakt per Mail: rauhreif@ansbach.org

Jahresbericht 2016

Unser aktueller Jahresbericht steht nunmehr zum Download zur Verfügung. Sie finden diesen unter der Rubrik "VEREIN - RAUHREIF e.V.". Auch alle weiteren Jahresberichte der vergangenen 18 Jahre sind dort abholbereit.

Bericht und Impressionen von unserer Einweihungsfeier

Am 20.3.2017 fand unsere Eröffnungsfeier statt. Die Vorsitzende Frau Carolein Weiß, referierte in den neuen Räumen in Ansbach, Platenstr. 28, Eingang Uzstr. vor den geladenen Gästen über die Aufgaben von RAUHREIF. Frau Carolein Weiß, informierte ausführlich über Beratung und Unterstützung von Opfern des sexuellen Missbrauchs.

An der Spitze der Gästeschar hielt unser mittelfränkischer Regierungspräsident, Dr. Thomas Bauer eine Ansprache, in der er betonte, dass die Aufgaben von Rauhreif heute unverzichtbar sind. Er wies weiter darauf hin, dass es in Deutschland eine enorme Dimension von sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen gibt, worüber leider zu wenig in der Gesellschaft gesprochen wird! Auch deshalb sei die Arbeit von RAUHREIF in der Region so wertvoll.
In den neuen Räumen, die größer und heller sind als im bisherigen Domizil, finden Opfer und Angehörige die Möglichkeit, sich in einem geschützten Bereich zu öffnen und anzuvertrauen. Dr. Bauer drückte dabei auch seine große Bewunderung für die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter aus. Deren Engagement, Motivation und Sensibilität sieien die wertvollsten Voraussetzungen, damit Menschen, die tiefste Demütigung erfahren haben, geholfen werden kann.
Dank und Anerkennung überbrachten vor den zahlreichen Vertretern des öffentlichen Lebens auch Kurt Unger als stellvertretender Ansbacher Landrat und Dr. Christian Schoen als Vertreter der Stadt Ansbach!
Für einen beschwingten musikalischen Rahmen sorgten Lisanne Querbach und Lena Uebelhör. Die Schülerinnen des Gymnasium Carolinum bekamen für Ihre Violinen-Beiträge viel Beifall!

In ihrer Ausgabe vom 22.3.1971 würdigte auch die FLZ das Ereignis. 
Durch anklicken können Sie die folgenden fotografischen Impressionen in voller Größe sehen.

 
Dr. Bauer mit Carolein WeißEhren- und Hauptamtliche Mitarbeiter von Rauhreif

In eigener Sache: Wir sind umgezogen

Es ist geschafft, wir sind umgezogen und seit dem 9.1.2017 wieder arbeitsfähig!
Am 20.3.2017 um 15:00 Uhr findet die Einweihungsfeier für geladene Gäste mit offiziellen Vertretern von Regierung, Stadt und Landkreis statt.

Hier unsere neue Anschrift, unter der Sie uns jetzt finden können:

Platenstraße 28, 91522 Ansbach (über der MEDICON-Apotheke Löwen)
Unser Eingang befindet sich direkt links neben der Apotheke
Einige Eindrücke von unseren neuen Räumlichkeiten:
Der Eingang zum TreppenhausDas neue BüroUnsere Der große VersammlungsraumDas Beratungszimmer

Aktionstag: Gewalt - wie kann ich mich schützen?

Wie bereits an dieser Stelle als Vorbericht veröffentlicht, veranstaltete am 12.11.2016 die „Arbeitsgemeinschaft für ein gewaltfreies Miteinander" in Dinkelsbühl einen Aktionstag für Jugendliche und Erwachsene unter dem Motto "Gewalt - wie kann ich mich schützen".
Neben anderen Teilnehmern stand auch RAUHREIF zu Informationen, Gedankenaustausch und Beratung mit einem eigenen Stand (siehe Foto) zur Verfügung. Der Besuch der Veranstaltung war kostenfrei, fand aber leider nicht ganz den erhofften Zuspruch. Lag es an der Örtlichkeit, dem Tag oder der Uhrzeit? Veranstalter und Aussteller wollen sich aber nicht entmutigen lassen und planen im nächsten Jahr einen erneuten Versuch, diese wichtigen Themen in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Die wenigen Besucher durften wir alle an unserem Stand begrüßen und einige von ihnen kamen auch zu dem Vortrag "Wie schütze ich mein Kind, was kann ich tun?" zu dem unsere Christine Schwab eingeladen hatte.
Einen ausführlichen Bericht von diesem Aktionstag konnte man am Montag danach in der FLZ finden! Zur Information steht der Flyer der Veranstaltung weiterhin an dieser Stelle zum Herunterladen zur Verfügung.
Unser Stand mit Christine Schwab und Werner Wiegand (Vorstandsmitglied).

Unser Messeauftritt auf der Ansbacher KONTAKTA

Am Donnerstag, dem 8.9.2016 haben wir von Rauhreif erstmals einen eigenen Stand auf der Informations- und Verkaufsausstellung „Kontakta“ auf dem Messegelände in Ansbach bestückt.
Auf- und abgebaut sowie betreut wurde unser Auftritt (siehe Fotos) von unserer Vorsitzenden Carolein Weiß, Christine Schwab und dem Vorstandsmitglied Werner Wiegand.
Obwohl wir etwas abseits der Hauptwege platziert waren, konnten wir über Zuspruch und (neue) Kontakte nicht klagen. Auch viele Kinder besuchten uns und nahmen an einem Gewinnspiel mit drei Preisen teil.
Die FLZ (Fränkische Landeszeitung) nahm ebenfalls Kenntnis von uns und unserem Messeauftritt. Basierend auf einem Interview am Stand mit Carolein und Christine erschien am Folgetag ein großer Artikel über uns und unsere Arbeit mit dem Titel „Frühe Botschaft: „Mein Körper gehört mir“ in der Zeitung!
 
Unser Messestand (1)Der Stand mit der Notrufsäule im VordergrundDer stv. Landrat des Landkreises Ansbach, Stefan Horndasch (links) zu BesuchReger Zuspruch durch Standbesucher

Begegnung mit Gästen aus Papua Neuguinea

Am Montag, den 20.6.2016 erhielten wir in unseren Räumen einen Besuch einer Delegation aus Kerowagi in Papua-Neuguinea (gehört zum australischen Kontinent im Pazifik). Begleitet wurde diese Delegation von Vertretern der Kirchengemeinde Bürglein, die seit einiger Zeit eine Partnerschaft mit Kerowagi betreibt. Rauhreif wurde vertreten durch ihre Vorsitzende und deren Stellvertreterin sowie der hauptamtlichen Mitarbeiterin.
Unsere Gäste wollten sich über die Arbeit von Rauhreif informieren.
Carolein Weiß, Andrea Rodumer-Hauff mit der Frauenbeauftragten Dapene Peter KambFrau Dapene Peter Kamb
Die Delegation (siehe Bildergalerie) bestand aus der Frauenbeauftragten Dapene Peter Kamb, dem Dekan Geoffrey Kaman Koane, dem Gesundheitsaufseher Peter Max, der Frauenärztin Lyna Gene und Pfarrer Steven Minga.

Carolein Weiß stellte für Rauhreif fest:
Es war ein sehr eindrucksvoller und interessanter Vormittag auch für uns. Wir haben doch viele Gemeinsamkeiten in unserer Arbeit festgestellt, aber auch einen entscheidenden Unterschied: Dort gibt es auf das Verbrechen sexueller Missbrauch an Kindern noch die Todesstrafe, die dann nach Urteilsverkündung teilweise durch Korruption innerhalb der Familienclans wieder umgangen wird.

Die Frauenärztin Lyna Gene sprach von vielen Parallelen in Deutschland und Papua Neuguinea. Vor 2005 durfte in ihrem Land öffentlich nicht über sexuelle Gewalt gesprochen werden. Frauen müssen noch lernen, dass ihr Körper zu ihnen gehört. „Unsere Kinder sollen nicht mehr die Gewalt erleben wie wir. Erwachsene sollen nicht unbedacht handeln."
Lyna Gene sieht deutlich, dass das Thema sexuelle Gewalt nicht nur die einzelnen betroffenen Frauen, sondern die ganze Gesellschaft angeht. Als einzelne, die für die Rechte von Frauen und Kindern eintritt, erreicht man nicht viel. Darum werden Netzwerke aufgebaut und öffentliche Kampagnen durchgeführt, um einen Bewusstseinswandel herbeizuführen.

Einzelne Beispiele von Gewalt nannte Lyna Gene in ihrem Vortrag in Bürglein:
  • Die Polygamie reicher Männer führt zu Streit zwischen den Frauen und Schlägen des Mannes. Kinder leiden darunter.
  • Drogenprobleme führen zu Gewalt in Familien
  • Stirbt ein Mann, wird die Frau mit den Kindern vertrieben.
  • Heiratet eine jüngere Witwe wieder, macht sich der neue Mann an die Töchter ran.
  • Manche Männer sind geldversessen und schicken ihre minderjährigen Töchter statt in die Schule lieber auf den Strich.
  • Väter schlagen ihre Kinder oft so, dass sie bleibende Schäden haben.

In Kerowagi im Hochland von Papua Neuguinea arbeitet Lyna Gene an einem staatlichen Krankenhaus.
 

Veranstaltungen von Rauhreif

  • 15.11.2016:
    Interdisziplinärer Arbeitskreis Nürnberg
     
  • 12.11.2016:
    Fachtag „Runder Tisch" in Dinkelsbühl
     
  • 12.10.2016:
    Fachtag „Interdiszi AK" in Nürnberg
     
  • 16. und 17.6.2016:  
    Schulung von kirchlichen Mitarbeitern des Bistums Bamberg
     
  • 7.6.2016:              
    Elternabend im Kindergarten Türkenstraße, Ansbach:
    „Wie schütze ich mein Kind"

Hinweise auf interessante Fremdveranstaltungen

1. ÖFFENTLICHES HEARING „KINDESMISSBRAUCH IM FAMILIÄREN KONTEXT“

Dienstag, 31. Januar 2017
10.30 bis 17.00 Uhr, Akademie der Künste
Pariser Platz 4, 10117 Berlin

 „Als Kind dachte ich, dass ich die Einzige bin, der das passiert. Heute weiß ich, es gibt viele. Jetzt spreche ich darüber, um andere zu ermutigen, sich Hilfe zu holen.“
Maria-Andrea Winter, Panelteilnehmerin
 
Die meisten Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch finden im familiären Umfeld statt. Um dieses Phänomen zu verstehen, ist es wichtig zu hinterfragen, was den Sozialraum Familie von anderen Institutionen wie Schulen, Heimen und Kirchen unterscheidet. Warum wird Kindern und Jugendlichen von Angehörigen ebenso wie von Außenstehenden oft nicht geglaubt und die Gewalt verschwiegen, verdrängt, darüber hinweggesehen? Warum trauen sich viele Mädchen und Jungen aber auch nicht, jemandem von dem Missbrauch in der Familie zu erzählen? Was können Institutionen wie Fachberatungsstellen, Familiengerichte und Jugendämter dazu beitragen, Kinder und Jugendliche in Zukunft besser zu schützen? Wie kann sich ein gesellschaftlicher Wandel entwickeln, der den so wichtigen Lebensraum „Familie“ für Kinder sicherer macht?
 
Mit diesen und anderen Fragen werden sich Betroffene, deren Angehörige, weitere Expertinnen und Experten sowie die Mitglieder der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs in dem Hearing „Kindesmissbrauch im familiären Kontext“ auseinandersetzen.
 
Die Veranstaltung bildet den Auftakt zu einer Reihe von öffentlichen Anhörungen (Hearings) der Kommission mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Unter dem Leitsatz „Geschichten, die zählen“ werden Betroffene, aber auch Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, sowie weitere Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis über Ausmaß, Art und Folgen der sexuellen Gewalt gegen Kinder und Jugendliche diskutieren. Ziel der Hearings ist es, den gesellschaftlichen Dialog zum Thema Kindesmissbrauch zu fördern und aufgrund der Erkenntnisse Handlungsempfehlungen an die Politik und Gesellschaft zu formulieren. Der Blick zurück in die Vergangenheit und das Aufzeigen der Dimension der sexuellen Gewalt in der Kindheit sollen Aufklärungsarbeit leisten und damit zentrale Grundlage für einen verbesserten Schutz vor sexuellem Missbrauch bilden.

Prof. Dr. Sabine Andresen
Vorsitzende der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs
                                        
Das Programm und weitere Informationen finden Sie auf unserer Veranstaltungswebsite.
Die Anmeldung ist bis zum 22. Dezember 2016 möglich.

ANSPRECHPARTNERIN IM BÜRO DER KOMMISSION
Ricarda Bauch, Tel. 030 18555 1579
ricarda.bauch@ubskm.bund.de
www.aufarbeitungskommission.de

VERANSTALTUNGSORT
Akademie der Künste
Pariser Platz 4, 10117 Berlin
 

RAUHREIF - Kurs „Grenzen setzen"

Letzte Termine:
  • 12.07.2016:  Luitpoldschule Ansbach
  • 04.07.2016:  Wohlfahrtschule Herrieden
  • 27.06.2016:  Luitpoldschule Ansbach
  • 21.06.2016:  Mittelschule Feuchtwangen
  • 14.06.2016:  Evangelische Schule Ansbach, Klassen 2a und 2b
  • 07.06.2016:  Evangelische Schule Ansbach, Klasse 3b