Hilfe bei sexueller Gewalt

Beratungstelefon: 0981 / 988 48 Telefon: 0981 / 988 48 Mo + Do 8:00 - 10:00 Uhr, Mi 17:00 - 18:00 Uhr Kontakt per Mail: rauhreif@ansbach.org

Häufige Fragen

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Woran merke ich, dass etwas nicht in Ordnung ist?

Es gibt keine eindeutigen Anzeichen für sexuellen  Missbrauch. Es kann sein, dass ein Kind oder eine Jugendliche/ein Jugendlicher plötzlich ungewöhnliches Verhalten an den Tag legt, sich z.B. verängstigt oder verschlossen zeigt, bedrückt ist oder schnell aggressiv wird. Vielleicht werden bestimmte Personen, Situationen oder Orte gemieden. Verhaltensänderungen, deren Grund nicht ersichtlich ist, können aber immer auch andere Ursachen haben.

Was versteht man unter sexueller Gewalt?

Sexuelle Gewalt geht von verbalen Äußerungen oder einem erzwungenen Küsschen über körperliche Berührungen bis hin zur Vergewaltigung.

Sexuelle Gewalt passiert meistens längerfristig, oft über Jahre hinweg.

Sexuelle Gewalt ist jede absichtliche sexualisierte Handlung, die an, vor oder mit einem Menschen gegen seinen Willen vorgenommen wird.

Sexuelle Gewalt ist jede absichtliche sexualisierte Handlung eines Jugendlichen oder Erwachsenen an, vor oder mit einem Kind.

Sexuelle Gewalt ist geprägt von Vertrauens- und Machtmissbrauch, Geheimhaltung und Abhängigkeit.

Sexuelle Gewalt ist bewusst geplant und meist eine Wiederholungstat.

Sexuelle Gewalt ist Gewalt und schadet der Entwicklung und der Seele eines Menschen.

 

Kann ich mich anonym beraten lassen?

Alle Rauhreif-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter stehen unter Schweigepflicht. Das heißt: Daten oder Gesprächsinhalte werden nicht an andere Personen, Ämter oder Institutionen weitergegeben.
Auf Wunsch beraten wir auch anonym.

Wer kann sich an Rauhreif wenden?

Grundsätzlich alle Bürgerinnen und Bürger, die sich über das Thema sexueller Missbrauch informieren möchten oder die eine Beratung benötigen, insbesondere 
  • Mädchen und weibliche Jugendliche, die sexuellen Missbrauch erleben mussten
  • Jungen und männliche Jugendliche, denen sexuelle Gewalt widerfahren ist
  • Frauen und Männer, die in der Kindheit oder Jugend sexuellem Missbrauch ausgesetzt waren
  • Mütter und Väter, deren Kinder sexuell missbraucht worden sind
  • Angehörige und Freunde, die von sexueller Gewalt gegen ein Kind oder eine Jugendliche/einen Jugendlichen erfahren haben, oder solches vermuten
  • Menschen, die sexuelle Gewalt bzw. Vergewaltigung erleben oder erlebt haben
  • Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus Institutionen, wie z.B. Schulen, Kindergärten, Jugendämtern oder Heimen, die sexuellen Missbrauch von Kindern oder Jugendlichen bemerkt haben oder denen dies mitgeteilt wurde

Wie schütze ich mein Kind vor sexueller Gewalt

Sie können ihr Kind nicht zu hundert Prozent vor sexueller Gewalt schützen. Aber Sie können Ihr Kind stärken und zu einer selbstbewussten Persönlichkeit erziehen. Kinder, die wachsam sind und ihren Gefühlen trauen, können sich besser schützen und sich Hilfe holen. Dazu ist es notwendig, dass nicht nur einmal vor sexualisierter Gewalt gegen Kinder gewarnt wird, sondern dass dieses Thema Bestandteil der alltäglichen Erziehung ist.

Ein Kind wurde sexuell missbraucht. Was kann ich tun?

Tipps für Mütter und Väter, Pädagoginnen und Pädagogen

Auf der Website von Zartbitter, Kontakt- und Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen in Köln, finden Sie eine umfassende Übersicht, was Sie im Fall von sexuellem Missbrauch tun können.
Mit der freundlichen Erlaubnis von Zartbitter verlinken wir auf diese Seite.
http://www.zartbitter.de/gegen_sexuellen_missbrauch/Fachinformationen/kind_wurde_missbraucht.php

Werden auch Jungen missbraucht?

Ja. Unter Berücksichtigung verschiedener in- und ausländischer Studien muss davon ausgegangen werden, dass etwa jedes vierte bis fünfte Mädchen und jeder neunte bis zwölfte Junge in Deutschland sexuellen Missbrauch erlebt.